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„Ku.Ki. – Kulturarbeit mit Kindern“ ist ein Projekt, das von der Stiftung Wohlfahrtspflege gefördert wird. Es handelt sich dabei um einen Kooperationsverbund, an dem die Gemeinnützige Gesellschaft für soziale Projekte mbH (GSP, Wuppertal), der Arbeiter-Samariter-Bund Landesverband NRW e.V. (ASB, Köln), Arbeitsgemeinschaft Soziale Brennpunkte e.V. (AGSB, Bottrop) und die Universität Duisburg-Essen beteiligt sind. Das Projekt hat im März 2006 begonnen und eine Laufzeit von drei Jahren.
Ziel von „Ku.Ki. – Kulturarbeit mit Kindern“ ist es, die Alltagskompetenz – insbesondere die Sprachkompetenz, aber auch die soziale und kulturelle Kompetenz – von Kindern in Armutssituationen und ihre spezifischen Selbsthilfepotenziale zu fördern. Zum einen sollen für Kinder, die aufgrund ihrer sozialen Herkunft nicht die Möglichkeit haben, Erfahrungen im musischen und künstlerischen Bereich zu machen, neue und kreative Freizeitmöglichkeiten und eventuell sogar Berufsperspektiven eröffnet werden. Zum anderen soll ihnen eine positive Lebenseinstellung in einem von Arbeits- und Perspektivlosigkeit gekennzeichneten Umfeld vermittelt werden. Sie sollen motiviert werden, ihr Leben und ihren Alltag aktiv zu gestalten.
Dieses Ziel soll mit Hilfe eines kultur- und theaterpädagogischen Ansatzes realisiert werden, wobei an beiden Projektstandorten – Duisburg-Hochfeld und Bottrop-Boy – unterschiedliche Konzepte entwickelt und umgesetzt werden. Die Kinder können sich in den Bereichen Gesang, Tanz, Schauspiel, Musik und Bühnenbild erproben und ausprobieren, um dann später – angeleitet und begleitet von erfahrenen Künstlern aus dem jeweiligen Stadtteil – drei Aufführungen auf die Bühne bringen.
Integraler Bestandteil von „Ku.Ki. – Kulturarbeit mit Kindern“ ist die aktive, stadtteilbezogene Netzwerkarbeit. Die Kooperation mit Schulen, Vereinen, Stadtteilbüros und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe vor Ort soll bis zum Projektende soweit vorangeschritten sein, dass das Projekt durch einen oder mehrere Akteure im Stadtteil fortgeführt werden kann.
Eine weitere Besonderheit des Projekts ist die interne wissenschaftliche Evaluation, die durch das Institut für Soziologie an der Universität Duisburg-Essen geleistet wird. Die dialoggesteuerte, partizipative Evaluation umfasst auch die Beratung und Begleitung der organisatorischen und pädagogischen Projektarbeit. Sie soll durch zeitnahes Feedback die effektive Umsetzung der gesetzten Ziele ebenso sicherstellen wie die produktive und transparente Team- und Netzwerkarbeit.
Neben der Erstellung eines Projekt- und Evaluationsberichts wird nach Ablauf des Projekts zusätzlich ein Leitfaden für zukünftige kulturpädagogische Präventions- und Interventionsprogramme erarbeitet. Darin werden die wichtigsten „Knackpunkte“ und Hürden der Projektarbeit beschrieben und daraus Bedingungen abgeleitet werden, die zum Gelingen kulturpädagogischer Projekte beitragen. Dieser Empfehlungskatalog kann Menschen, die es „Ku.Ki. – Kulturarbeit mit Kindern“ gleich tun wollen, als Orientierungshilfe für die Vorbereitung und Durchführung ihrer Arbeit dienen.
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